Weitere Ursachen bei der Frau

Die Gründe für die Unfruchtbarkeit können beim Mann und bei der Frau liegen, in den meisten Fällen (70-80%) handelt es sich aber um eine Kombination von Faktoren bei beiden Partnern.

Unfruchtbarkeit hat in den meisten Fällen keine erbliche, sondern eine erworbene Ursache. Während beispielsweise 1970 noch ca. 90% der Frauen und Männer bei der Geburt ihres ersten Kindes unter 30 Jahre alt waren, ist heute bereits mehr als ein Viertel der Paare älter als 30 Jahre. Bereits ab dem 30. und stärker noch ab dem 35. und 40. Lebensjahr nimmt die Fruchtbarkeit der Frau und etwa ab dem 40. Lebensjahr die Samenqualität beim Mann langsam ab.

Neben dem PCO-Syndrom und Endometriose kommen bei Frauen vor allem folgende Ursachen in Frage:

Eileiterbedingte Unfruchtbarkeit

Die Eileiter sind das „Förderband“ für die Samenzellen zur Eizelle und für befruchtete Eizellen (Embryonen) in die Gebärmutterhöhle. Sind die Eileiter geschädigt oder komplett verschlossen, ist dieser Transport der Samenzellen bzw. des Embryos erschwert oder ganz unmöglich. Ein teilweiser oder kompletter Verschluss der Eileiter kann durch Entzündungen, vorangegangene Eileiterschwangerschaften, Operationen oder durch eine spontane Wucherung der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter (Endometriose) bedingt sein.

Strukturelle Veränderungen der Gebärmutter/Gebärmutterschleimhaut

Muskelknoten in der Gebärmutter (Myome) kommen sehr häufig vor. Manchmal, vor allem dann, wenn sie in der Nähe der Schleimhaut sitzen, sind sie der Grund für anhaltende Unfruchtbarkeit oder immer wiederkehrende Fehlgeburten. In solchen Fällen lässt sich das Problem häufig durch eine Operation beheben. Der Gebärmutterhals ist, ähnlich wie bei einem Flaschenhals, für die Spermien auf dem Weg zur Eizelle die engste Stelle. Durch Vernarbungen (z.B. nach Operationen), Verschlüsse oder Entzündungen kann die Fortpflanzung auch in diesem Bereich behindert werden.

In seltenen Fällen sind – in der Regel angeborene – Fehlbildungen an den Fortpflanzungsorganen der Grund für den unerfüllten Kinderwunsch. Diese sind wiederum zum Teil operativ relativ leicht behebbar.

Manchmal liegt die Ursache für das Nichteintreten einer Schwangerschaft darin, dass die Schleimhaut sich nicht entsprechend entwickelt und der Embryo sich dann nicht einnisten kann. Neben dem Nichtansprechen der Schleimhautzellen auf die verschiedenen Hormone und Wachstumsfaktoren können auch Krankheiten wie Endometriose und chronische Infektionen den komplizierten Vorgang der Einnistung des Embryos in der Gebärmutterschleimhaut negativ beeinflussen. Die Ursachen solcher Probleme und die Evaluierung möglicher Therapieansätze sind ein wesentlicher Schwerpunkt unserer derzeit laufenden Forschungsaktivitäten.

Bei Problemen mit der Embryo-Einnistung in der Gebärmutterschleimhaut bietet eine künstliche Befruchtung in Kombination mit SeminalplasmaspülungEmbryo Glue und/oder Endometriumaufbauspülung die besten Chancen, um schwanger zu werden.

Störungen im Immunsystem

Selten ist eine gestörte Immunantwort der Grund für die Unfruchtbarkeit der Frau. Bei dieser Fehlfunktion hält das eigene Immunsystem die Eizelle oder die Samenzellen für einen Fremdkörper, die dann als „Eindringling“ bekämpft werden.

Hormonstörungen

Eine Vielzahl von Hormonen greift in das Wachstum der Eizellen im Eierstock, die Vorgänge rund um die Befruchtung und die Einnistung des Embryos in der Gebärmutter ein. Stehen die Hormone in einem Ungleichgewicht zueinander, können neben der Eizellreifung auch der Eisprung, das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut oder die Bildung des Gelbkörpers negativ beeinflusst werden.

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