Therapie bei wiederholter Fehlgeburt

Wiederholte Fehlgeburten kommen bei rund 5 % aller Paare mit Kinderwunsch vor. Die deutsche ETHIG-Studiengruppe untersuchte, ob betroffene Patientinnen von einer Therapie mit niedermolekularen Heparinen (NHM) profitieren.

Die Ergebnisse der ETHIG II Studie (Effektive Therapie mit Heparin In der Gravidität) wurden am IVF-Weltkongress in London im Juli 2013 vorgestellt. Sie zeigen, dass die tägliche Gabe von niedermolekularen Heparinen bei IVF-Patientinnen mit wiederholter Fehlgeburt keine Verbesserung der Lebendgeburtswahrscheinlichkeit erbrachte, und haben nun eine Änderung der Therapieempfehlung zur Folge.

Univ.-Prof. Dr. Stefan Jirecek

Quelle:
M. Schenk, R. Illing, N. Rogenhofer, E. Schleussner, G. Seelinger, B. Toth: „Kein Vorteil durch den Einsatz von niedermolekularem Heparin bei Patientinnen mit Abortus habitualis - Ergebnisse der ETHIG II Studie“
in: Geburtshilfe und Frauenheilkunde, Ausgabe 73, S. 13, Juni 2013

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